GPRA Vertrauensindex 2-2012 – Eine Branche hat sich in die Falle kommuniziert

Der Preis, der Preis und nichts als der Preis steht im Mittelpunkt aller Kundenansprache der Telekommunikationsanbieter. Der GPRA-Vertrauensindex Q2 2012 zeigt deutlich, dass sich die Branche damit in eine Falle begeben hat.Weiterlesen...
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Reputationsmanagement 2.0 – wie es doch geht

Hatten wir vor ein paar Tagen noch ein schönes Beispiel dafür, wie eine Aktion daneben gehen kann, so zeigt sich heute, dass es auch anders geht. Wer mit offenem Visier und echtem Absender auftritt, kann auch Produktbotschaften unterbringen, ohne auf Ablehnung zu stoßen.Weiterlesen...
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Reputationsmanagement 2.0 – wie es nicht geht

Wie Reputationsmanagement im Netz gründlich daneben gehen kann, demonstriert gerade ausgerechnet ein Unternehmen, das E-Commerce-Lösungen verkauft. Offensichtlich lässt die Websale AG gezielt Internet-Foren nach Beiträgen durchforsten, die sich auf das Unternehmen beziehen. Dann wird mit vorgefertigten Textbausteinen darauf reagiert.Weiterlesen...
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Branchenwettbewerbe – Selbstbeweihräucherung oder sinnvolles Benchmarking?

Das von ECCO Düsseldorf betreute ERGO magazin wurde beim inkom. Grand Prix 2012 mit einem Silber Award ausgezeichnet. Wir freuen uns mit dem gesamten Redaktionsteam sehr über diesen Erfolg. Dennoch stellt sich immer wieder die Frage, ob die Beteiligung an Branchenwettbewerben sinnvoll ist.Weiterlesen...
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Mobbing-Falle Internet

von Karolina Zyrka, PR-Praktikantin und Walter Fiedler PR-Berater/Texter ECCO Düsseldorf/EC Public Relations GmbH (GPRA)

Cyber-Mobbing
Mit 20 Prozent ist Mobbing eine der Hauptursachen für Selbstmorde bei Teenagern. Besonders stark nimmt dieses Phänomen derzeit im Internet zu – Stichwort Cyber-Mobbing.

Das bekannteste Beispiel ist der 13-jährige Joel aus Österreich. Schon in der Schule wurde der Teenager wegen seines Aussehens und seiner Kleidung von Mitschülern gehänselt. Als er sich jedoch auf Facebook extremen Attacken ausgesetzt sah, wurde es für ihn zu viel. Er rannte aus dem Haus und warf sich vor den nächsten Zug.

Das Internet ist für deratige Mobbing-Attacken die optimale Plattform. Das hat verschiedene Gründe:

  1. Anonymität: Die Täter können sich jederzeit hinter einer falschen Identität verstecken. Da es einfach ist, Accounts bei Facebook und Co. anzulegen, kommt es vor, dass eine Person unter verschiedenen „Identitäten“ aktiv werden kann.
  2. Schneeballeffekt: Innerhalb kürzester Zeit erreichen Mobbing-Attacken tausende von Benutzern. Wer Facebook-Einträge „öffentlich“ postet kann schnell ein Lauffeuer auslösen. Dadurch ist Cyber-Mobbing erheblich gefährlicher als persönliche Attacken auf dem Schulhof. Besonders gefährlich ist das bei Teenagern, die teilweise mehrere hundert „Freunde“ haben, ohne diese persönlich zu kennen.
  3. Das Internet vergisst nicht: Bilder und Videos, die einmal im Internet zu sehen waren, entziehen sich binnen kürzester Zeit der Kontrolle des Betroffenen. Selbst wer die Löschung von einem Portal durchsetzt, muss darauf gefasst sein, sich kurz darauf an anderer Stelle wiederzufinden.
  4. Rechtliche Situation: Der Server, von dem die Mobbing-Attacken gegen Joel ausgingen, stand in den USA. Daher ist es so gut wie unmöglich, aus anderen Ländern rechtliche Schritte gegen Betreiber einzuleiten. Dieses Problem existiert seit Bestehen des Internets. Eine Lösung ist nicht in Sicht.

Aus diesen Gründen ist es schwer, effektiv gegen Cyber-Mobbing vorzugehen. Dennoch gibt es Maßnahmen, die Mobbern das Leben schwerer machen.
  1. Vorsicht mit persönlichen Daten: Facebook und andere Netze laden dazu ein, Dinge wie sexuelle, politische oder religiöse Orientierung zu veröffentlichen. Diese Themen laden zu kontroversen Diskussionen ein. Daher sollte diese Informationen nur öffentlich machen, wer bereit ist, sich dieser Diskussion auch zu stellen.
  2. Vorsicht mit Bildern und Videos: Ein Bild sagt mehr als tausend Worte. Oft auch mehr, als der Dargestellte selbst glaubt. Weibliche Teenager neigen zum Beispiel dazu, sich selbst in Internet-Portalen „sexy“ zu präsentieren. Jungs dagegen geben gerne mit ihren Streichen und Alkoholexzessen an. Beides öffnet Mobbern Tür und Tor. Also: Finger weg!
  3. Offensiv Vorgehen: Mobbing ist in vielen Fällen ein Straftatbestand! Wer öffentliche Demütigungen herunterschluckt und für sich behält erleidet nicht selten erheblichen psychischen Schaden. Daher sollten Opfer das Mobbing immer bei der Polizei melden.
  4. Hilfe durch Selbsthilfe: Das Internet bietet auch die Möglichkeit, sich mit anderen Mobbing-Opfern auszutauschen. Selbsthilfeforen und Blogs wie http://dieaktuelleantimobbingrundschau.wordpress.com/ bieten Betroffenen Hilfe an.

Man kann nicht beeinflussen, was andere über einen reden. Man muss sich aber auch nicht selbst zur Zielscheibe von Lästermäulern machen.
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GPRA-Vertrauensindex: Ist BILD nur noch das Leitmedium für Unterschicht und Ossis?

Boulevardblatt ist und bleibt ein Machtfaktor


von Lutz Cleffmann, Geschäftsführer ECCO Düsseldorf/EC Public Relations GmbH (GPRA)

Zum ersten Mal hat unser Agenturverband GPRA in seinem regelmäßigen Vertrauensindex das Vertrauen der Bundesbürger in die Medien abgefragt. Mit einem klaren Ergebnis: Nur rund 30 Prozent der Befragten vertrauen der BILD. Damit liegt die Boulevardzeitung deutlich am Ende der Skala – nur das Klatschblatt BUNTE ist mit 24 Prozent noch schlechter platziert.

Um dem dem Klischee vollends zu entsprechen, haben dann auch noch zwei Gruppen wesentlich größeres Vertrauen in das Boulevardblatt als alle anderen: Unterschichtler und Ossis. „Das Vertrauen in die BILD-Zeitung ist im Cluster der Volks- und Hauptschüler ohne Lehre am größten (48%), bei Abiturienten und Akademikern am niedrigsten (19%). Zudem genießt die BILD in den Neuen Bundesländern ein deutlich größeres Vertrauen als im „Westen“ (41 zu 28%) während sämtliche anderen abgefragten Medientitel in den Alten Bundesländern einen höheren Vertrauenswert erzielen,” stellt die GPRA in ihrer Pressemitteilung fest.

Ist BILD also nur das Leitmedium von Unterschicht und Ossis? Kann seriöse Unternehmenskommunikation dieses Blatt beruhigt ignorieren? Mitnichten, wie zuletzt die Causa Wulff bewiesen hat. Geradezu klassisch hat hier eine Geschichte, die in BILD ihren Ausgang nahm, die höheren Glaubwürdigkeits-Weihen dann durch die Medien bekommen, die im GPRA-Vertrauensindex ganz vorne liegen: Regionalzeitungen, FAZ, Spiegel und Süddeutsche.

Diesen Wirkmechanismus sollte jeder im Auge behalten, der sich gerne mal geringschätzig über die auflagenstärkste deutsche Tageszeitung äußert. BILD ist und bleibt ein Machtfaktor und Gerhard Schröders Spruch, er brauche zum Regieren nur BILD, BamS und Glotze, ist längst noch nicht von gestern.

29-120402 VI Q1 Vertrauen in Medien v2
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Twittwoch e.V. Networking-Event – Raus aus den Social Media

von Ursula Breckner, PR-Beraterin ECCO Düsseldorf/EC Public Relations GmbH (GPRA)

Rund um den Mikroblog Twitter ist eines der erfolgreichsten Networking-Events in Deutschland entstanden. Seit 2009 veranstaltet Twittwoch kostenlose Treffen für alle, die sich in irgendeiner Form mit Social Media beschäftigen. Mittlerweile haben Interessierte in zwölf deutschen Städten die Möglichkeit an den Veranstaltungen teilzunehmen. Finanziert werden die Abende durch Sponsoren.

Was den Twittwoch so erfolgreich mach, bringt Organisator Sascha Hüsing (Twittwoch Rhein-Main)
auf den Punkt: „Unsere Netzwerke. Der Rest ist Sogwirkung und Mundpropaganda. Plus natürlich ein "interessantes" Vortragskonzept. Nicht mehr als 15 Minuten und das reicht dann auch. Chips, Gummibärchen, Flaschenbier gibt’s umsonst und die Netzwerke glühen an dem Abend.“

Die Vorträge behandeln schwerpunktmäßig die Kommunikation in sozialen Netzwerken. Die Referenten kommen aus allen Branchen und wissen wovon sie sprechen. Nach den Vorträgen haben alle Beteiligten die Möglichkeit ihre Erfahrungen auszutauschen, Visitenkarten werden verteilt.

Wer also behauptet, Social Media seien der erste Schritt zur sozialen Verarmung, der hat falsch gedacht. http://www.twittwoch.de.


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